Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Doch am größten unter ihnen ist die Liebe. (1 Kor 13,13) Kommentar von Jutta Loke, Sozialpädagogin aus Soest Liebe W.! Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Ein schöner Geburtstag, hoffe ich. Dieses Jahr auf jeden Fall schöner als im letzten. Ich erinnere mich noch genau: du hattest deinen Ruhestand gerade begonnen, wir hatten dich schön verabschiedet. Zwei Tage vor deinem Abschied war dein Enkelkind geboren. Ihr habt euch so gefreut. Und dann die schlimmen Nachrichten: die Leber eures Enkelsohnes arbeitete nicht. Krankenhaus, Schläuche, Notversorgung. Nach Wochen konntet ihr ihn mit nach Hause nehmen. Aber eines wurde immer klarer. Der Junge braucht eine Spenderleber. Es war dramatisch. Eigentlich zu klein für die großen OP, ging es dem Baby aber immer schlechter. Du hast gesagt: „Du kannst es dir nicht vorstellen. Er ist so süß. Er wächst und ist – wenn’s ihm gerade gut geht – richtig fit. Er lacht und erzählt. Aber er kann nichts essen. Und sein Bauch sieht schrecklich aus. So aufgebläht.“ Du hast geweint. Dann konnte man es nicht mehr herauszögern. Deine Schwiegertochter entschied sich, etwas von ihrer Leber abzugeben. So wurden beide operiert. Wochen und Monate auf und ab. Erst sah es gut aus. Dann musste wieder operiert werden. Und wieder und wieder. Jetzt sind alle wieder zuhause. Euer Enkelkind kann selber essen. Aber ist natürlich mit anderthalb noch weit hinter seinen Altersgenossen zurück. Bis er laufen kann, wird es wohl noch dauern. Und er ist nicht übern Berg. Ein Stück der Leber ist abgestorben und das restliche Organ arbeitet noch nicht ganz richtig. Aber ihr habt Hoffnung. So wie die ganze Zeit. Und er steht halt weiter auf der Liste für eine Transplantation...
Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Doch am größten unter ihnen ist die Liebe. (1 Kor 13,13)
Kommentar von Jutta Loke, Sozialpädagogin aus Soest
Liebe W.!
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Ein schöner Geburtstag, hoffe ich. Dieses Jahr auf jeden Fall schöner als im letzten. Ich erinnere mich noch genau: du hattest deinen Ruhestand gerade begonnen, wir hatten dich schön verabschiedet. Zwei Tage vor deinem Abschied war dein Enkelkind geboren. Ihr habt euch so gefreut. Und dann die schlimmen Nachrichten: die Leber eures Enkelsohnes arbeitete nicht. Krankenhaus, Schläuche, Notversorgung. Nach Wochen konntet ihr ihn mit nach Hause nehmen. Aber eines wurde immer klarer. Der Junge braucht eine Spenderleber. Es war dramatisch. Eigentlich zu klein für die großen OP, ging es dem Baby aber immer schlechter. Du hast gesagt: „Du kannst es dir nicht vorstellen. Er ist so süß. Er wächst und ist – wenn’s ihm gerade gut geht – richtig fit. Er lacht und erzählt. Aber er kann nichts essen. Und sein Bauch sieht schrecklich aus. So aufgebläht.“ Du hast geweint. Dann konnte man es nicht mehr herauszögern. Deine Schwiegertochter entschied sich, etwas von ihrer Leber abzugeben. So wurden beide operiert. Wochen und Monate auf und ab. Erst sah es gut aus. Dann musste wieder operiert werden. Und wieder und wieder. Jetzt sind alle wieder zuhause. Euer Enkelkind kann selber essen. Aber ist natürlich mit anderthalb noch weit hinter seinen Altersgenossen zurück. Bis er laufen kann, wird es wohl noch dauern. Und er ist nicht übern Berg. Ein Stück der Leber ist abgestorben und das restliche Organ arbeitet noch nicht ganz richtig. Aber ihr habt Hoffnung. So wie die ganze Zeit. Und er steht halt weiter auf der Liste für eine Transplantation...
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Reisen wie Gott in Unterfranken - Ein Trip in die Rhön. Quelle: Diözese Würzburg